Es gibt zwei Wege, eine alte Lampe zu betrachten: als defektes Objekt oder als erhaltenswertes Kulturgut. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden.
Vor mehr als zwanzig Jahren stand ich vor einem verbogenen Kronleuchter aus den Zwanzigerjahren. Niemand wollte ihn reparieren – zu aufwendig, zu spezialisiert, nicht lohnend.
Also lernte ich es selbst. Ich begann mit Elektrik, dann kamen Metallbearbeitung, Oberflächenbehandlung und irgendwann die Fertigung von Ersatzteilen hinzu.
Wir reparieren, wo andere neu bauen würden. Jedes Originalteil, das gerettet werden kann, bleibt erhalten.
Moderne Elektrik ist nicht verhandelbar. Wir passen aktuelle Normen an historische Gehäuse an, nicht umgekehrt.
Sie erhalten Fotodokumentation der Arbeitsschritte und nachvollziehbare Kostenschätzungen.
Jedes Projekt ist anders, aber der Ablauf folgt bewährten Schritten.
Wir analysieren Zustand, Material und erforderliche Maßnahmen. Sie erhalten eine realistische Einschätzung der Kosten.
Jedes Teil wird fotografiert und beschriftet. Das erleichtert die spätere Montage und dient als Archiv.
Beschädigte Komponenten werden repariert oder nachgefertigt. Veraltete Elektrik wird gegen moderne Teile ausgetauscht.
Nach der Reinigung aller Teile erfolgt die Montage. Abschließend prüfen wir Funktion und Sicherheit.
Die meisten Werkstätten arbeiten mit modernen Leuchten. Historische Stücke erfordern andere Fähigkeiten – und ein anderes Verständnis davon, was Qualität bedeutet.
Wir setzen auf langlebige Lösungen statt schneller Reparaturen. Das kostet mehr Zeit, aber das Ergebnis hält Jahrzehnte.